Beamter setzte Gattin auf Terrorliste
Freitag, den 04. Februar 2011 um 21:31 Uhr
Statt der Unterschrift auf die Scheidungsurkunde setzte ein britischer Beamter seine Frau auf Liste mit Terrorverdächtigen. Die erhoffte Beförderung liess den Dienstmissbrauch auffliegen.
Wie dailymail.co.uk berichtet, erschien einem Beamten in der britischen Zollbehörde der bürokratische und finanzielle Aufwand einer herkömmlichen Scheidung zu hoch. Gleichzeitig hatte der Mann Zugang zu einer Liste mit Terrorverdächtigen, deren Anwesenheit auf britischem Boden "dem öffentlichen Wohl nicht zuträglich" sei. Um der teuren Trennung von seiner pakistanischen Gattin zu entgehen, setzte der Mitarbeiter der "Border & Immigration Agency" seine Frau kurzerhand auf die Watchlist und vereitelte somit ihre Rückkehr von einem Familienbesuch in Pakistan.
Daraufhin wurde der Frau die Einreise in das Vereinigte Königreich drei Jahre lang verweigert, sodass sie während dieser Zeit in Pakistan bleiben musste. Ans Licht kam der Dienstmissbrauch, weil sich der Londoner Beamte für eine Beförderung bewarb. Im Rahmen der routinemässigen Sicherheitsüberprüfung des Anwärters wurde der Name seiner Frau auf der Liste der terrorverdächtigen Personen entdeckt.
Davor hatte die Gattin des Beamten auf Anfragen bei Fluglinien und der Einwanderungsbehörde keine Auskunft über die Gründe ihres Einreiseverbots erhalten – bis zur vergangenen Woche, als ihr Mann mit den Unterlagen konfrontiert wurde. Er gestand ohne Widerspruch und wurde daraufhin wegen grober Dienstverfehlung entlassen.
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