Trennungsmuseum in Zagreb

Dass Trennungen und Scheidungen nicht immer ohne Nebengeräusche ablaufen, dürfte für die meisten von uns nichts Neues sein. Nun hat ein akribischer Zeitgenosse in der kroatischen Hauptstadt Zagreb ein Museum mit jenen Dingen eröffnet, was sich Mann und Frau im Rosenkrieg so an den Kopf werfen. Damit wurde er bereits für den internationalen Museumspreis 2011 nominiert.

Das 'Museum for broken relationships' ist seit seiner Eröffnung im Oktober 2010 ein Renner. Der kroatische Aktionskünstler Dražen Grubišić leitet das Museum mit seiner Ex-Partnerin, Olinka Vištica, mit der er vier Jahre lang zusammen war. Ausgehend von ihrer eigenen Trennung haben die beiden begonnen, jene Artefakte zu sammeln, die sich im Laufe einer Beziehung anhäufen können. Dabei geht es nicht um grosse Gegenstände wie Auto oder Stereoanlage, sondern die kleinen - manchmal schrägen - (ehemaligen) Liebesbeweise, bei denen man in einer Trennung eigentlich nicht mehr weiss, wohin damit.

Ursprünglich begann die Sammelleidenschaft mit einem Projekt für die Zagreber Biennale. Daraufhin machte sich Grubišić auf die Wanderschaft; er stellte seine Gegenstände in 20 Städten in 13 Ländern aus, und bei jeder Ausstellung kamen noch mehr Zeugnisse verflossener Liebe hinzu. Nun hat er sich im Erdgeschoss eines barocken Palastes in Zagreb niedergelassen. Seine Exponate sind jedoch auch im Internet auf der Website des Museums zu bestaunen.

 

Website Museum

Artikel in der 'Zeit'

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