Blaue Samichläuse im Einsatz!

Am Mittwoch, dem internationalen Tag der Menschenrechte, waren die Blauen Samichläuse von mannschafft in Zürich unterwegs. Sie haben Politiker und Passanten auf die systematische Verletzung von Menschenrechten im Zusammenhang von Trennung und Scheidung aufmerksam gemacht.

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Das Wetter hat den Blauen Samichläusen seine Referenz erwiesen: Als sie am Mittwoch nachmittag zum ersten Mal nach Zürich kamen, brachten sie ein richtiges Winterwetter mit Kälte und Schneetreiben mit. Trotz der wetterlichen Unbill bezogen sie vor dem Rathaus am Limmatquai Position. Den Gemeinderäten, die ihre wöchentliche Sitzung abhielten, liesen sie die Leviten: Auch in Zürich werden in Fragen von Trennung und Scheidung die Menschenrechte systematisch verletzt. Die völlig ungenügende Beziehungszeit zwischen Vätern und Kindern, die nicht durchgesetzten Besuchsrechte wie auch die teilweise jahrelangen Verschleppungen von Verfahren zur Regelung des persönlichen Verkehrs durch die Vormundschaftsbehörden stellen Verletzungen der Menschenrechte dar. Im Oktober hatte der Europäische Gerichtshof für die Menschenrechte in Strassburg die Schweiz deswegen erneut verurteilt.

Den Gemeinderäten und auch vielen Stadträten wie Frau Maurer, Frau Genner und Stadtpräsident Ledergerber drückten die Blauen Samichläuse nicht nur ein Flugblatt, sondern auch eine Zitrone in die Hand. Damit brachten sie zum Ausdruck, dass sie ob der systematischen Menschenrechtsverletzungen in Zürich sauer sind. Entsprechend säuerlich waren auch die Minen vieler Gemeinderäte. Einige von ihnen meinten, sie seien nur Volksvertreter und hätten ja eigentlich gar nichts zu sagen. Sie verkennen, dass sie die Wahlbehörde für die Vormundschaftsbehörde sind, die für viele dieser Menschenrechtsverletzungen direkt verantwortlich ist. Darüber hinaus hätte der Gemeinderat auch eine Aufsichtsfunktion über das Sozialdepartement, eine weitere Quelle systematischer Menschenrechtsverletzungen. Die Krone des Nachmittags war aber eine ältere Frau, die auf Krücken gebeugt die Stufen zum Rathaus hinauf stieg. Als ihr ein Blauer Samichlaus ein Flugblatt in die Hand drücken wollte, zischte sie bloss mit starrem Blick und den Kopf schüttelnd: 'Für die Frauen...'. Da hat sich nicht nur der Blaue Samichlaus gefragt, ob die Stadtzürcher Stimmbürger eigentlich wissen, wen sie da in ihr höchstes politisches Gremium wählen...

Im Gegensatz zur Classe Politique der Stadt Zürich war die übrige Bevölkerung der Stadt den Blauen Samichläusen weitaus offener eingestellt. Dies zeigt, dass die Repression von Vätern und Kindern im Volk nicht mehr mitgetragen wird. Deshalb werden die Blauen Samichläuse auch nächstes Jahr wieder gegen die systematischen Menschenrechtsverletzungen durch den Staat in der Schweiz protestieren.

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