GeCoBi lanciert Widerstandsaktionen gegen Sorgerechtswillkür
Freitag, den 11. Februar 2011 um 23:44 Uhr
Nun regt sich auch organisierter Widerstand gegen den anmassenden Entscheid der neuen Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Ihr Beschluss, den seit langem überfälligen Gesetzentwurf für die gemeinsame elterliche Sorge nochmals zu verschieben und mit einem ‚Lösegeld‘ für Alleinerziehende zu verbinden, hat weitherum Empörung ausgelöst. Diese macht sich nun in konkreten Aktionen Luft.
Die Schweizerische Vereinigung für gemeinsame Elternschaft (GeCoBi), der Dachverband von mannschafft und 12 weiteren Väterorganisationen aus der ganzen Schweiz, schreitet zur Tat. Wir, die engagierten Männer und Väter in der Schweiz sind nicht bereit, Sommarugas Affront ohne weiteres hinzunehmen. Deshalb wollen wir mit klaren, aber massvollen Aktionen unseren Unmut über die Verschleppung der Durchsetzung der Menschenrechte auch für ledige und geschiedene Väter und ihre Kinder kundtun.
‚Schick en Stei‘
Die erste Aktion, die heute gestartet wurde, ist ein konzertierter Versand von Pflastersteinen an die Bundesrätin. Anstatt wie die Chaoten die Pflastersteine zu werfen, versenden wir diese gepflegt per Post. Die Pflastersteine sind jedoch in erster Linie ein Symbol für die Steine, die Politik, Staat, Behörden und Gerichte der gemeinsamen Elternschaft – also der Gleichberechtigung von Vater und Mutter vor dem Gesetz – in den Weg legen. Obwohl gerade feministische Kreise nicht müde werden, die angebliche Unterdrückung und Ausbeutung der Frau im Allgemeinen und der Alleinerziehenden im Besonderen durch den Mann zu bejammern, haben sie – wie uns die Bundesrätin zeigt – gar kein Interesse an einer Veränderung des status quo. Ein Nachdenken darüber, wie sich die Lage der Betroffenen verbessern lässt, findet gar nicht statt. Stattdessen versuchen diese Kreise, sich (wie schon bei der AHV) die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. Objektiv betrachtet geht dies nicht nur zulasten von Vätern und Kindern, sondern auch die alleinerziehenden Mütter werden mit ihrer Dreifachbelastung von Kind, Küche und Karriere im Stich gelassen. Die Politik, die Sommaruga macht, ist deshalb nicht einmal eine Bevorteilung des Grossteils der Alleinerziehenden. Es ist lediglich ein nur schlecht verhehlter Versuch, die heutigen Pfründe und Privilegien der Justiz- und Sozialindustrie wie auch jener possessiven Mütter zu bewahren, die das Kind als ihr persönliches Eigentum betrachten.
Doch zurück zur Aktion. Der Versand beschränkt sich nicht allein auf Pflastersteine. Jedem Pflasterstein ist ein Teelicht beigefügt, das als Symbol der Hoffnung steht; die Hoffnung darauf, dass Sommaruga und den Politikern in Bern ein Lichtlein aufgeht – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Damit diese Aktion ein starkes Signal an Sommaruga und die Politik in Bern darstellen kann, sind wir auf die Mithilfe möglichst vieler Einzelpersonen angewiesen. Jeder kann sich auf der Website schickenstei.ch eintragen und damit den Versand an die Bundesrätin auslösen – ohne weiteren Aufwand oder Kosten, wobei eine Spende für Porto und Verpackung willkommen ist.
Mahnwache
Am Montag nachmittag um 16 Uhr wird GeCoBi (zusammen mit der Westschweizer CROP und männer.ch) in Bern eine Pressekonferenz abhalten, wo wir die Medien über den Ablauf und die Hintergründe unserer Aktionen informieren werden. Gleich im Anschluss daran wird vor dem Bundeshaus die erste Mahnwache für die diskriminierten Väter und ihre Kinder aufgezogen. Mindestens zwei Wochen lang wird jeden Tag (ausser Sonntag) von 17 bis 20 Uhr eine Mahnwache vor den Toren des Parlamentes stehen. Sie wird die Nation darauf aufmerksam machen, dass Väter und ihre Kinder seit langem auf die Anerkennung ihrer Rechte warten, die auch die Rechte aller Menschen sind, wie sie in der Europäischen Menschenrechtskonvention niedergelegt sind und von der Schweiz missachtet werden.
Auch für die Mahnwache suchen wir noch Freiwillige, die einen oder mehrere Abende in Bern Position beziehen. Wer mitmachen möchte, kann sich in die folgende Doodle-Umfrage eintragen: https://gecobi.doodle.com:443/tecnbgszamnnv3zg
Wir bitten alle Betroffenen und Sympathisanten, an diesen Aktionen mitzuwirken und damit für das Recht auf Beziehung zwischen Vater und Kind einzutreten. Mit einem starken Signal an Politik und Öffentlichkeit wird es auch für Leute wie Sommaruga nicht mehr ohne weiteres möglich sein, die legitimen Interessen von Vätern und Kindern einfach zu übergehen.
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organisiert von mannschafft