Väter sind Täter

Dies scheint das Motto vieler Befürworter der Waffeninitiative zu sein, das am 13. Februar zur Abstimmung gelangt. Natürlich darf man sich in guten Treuen die Frage stellen, welchen militärischen Sinn es heute noch hat, Armeewaffen zu Hause aufzubewahren. Schliesslich haben sich militärische Ausrüstungen und Einsatzdoktrinen seit dem Ende des zweiten Weltkrieges radikal verändert. Eine moderne Armee steht heute vor ganz anderen Herausforderungen als anno dazumal.

Die gegenwärtig laufende Kampagne der Initiativbefürworter stellt sich diese Fragen jedoch gar nicht. Es steht nicht die militärische Sinnhaftigkeit einer Verteilung von Armeewaffen in Privathaushalte zur Debatte. Vielmehr geht es den Initianten (und mit ihnen ein grosser Teil der von linksfeministischen Kreisen dominierten Medien) darum, dass Schusswaffen angeblich der Hauptauslöser für sogenannte ‚Familiendramen‘ seien, die in erster Linie von Männern und Vätern zu verantworten seien. Bei diesen genüge ein Funke und sie löschen mit ihren Schusswaffen ihre Familien aus. Damit stellen sie Männer und Väter unter Generalverdacht - ohne zu fragen, was die Auslöser für diese tragischen Ereignisse tatsächlich sind.

Diese Polemik stammt von den üblichen feministischen Quellen, die für eine Weiterführung der Unterdrückung von Männern und Vätern eintreten. In vorderster Front in der pauschalen Darstellung von Männern als Tätergeschlecht ist eine Organisation, die sich ‚Christlicher Friedensdienst‘ (cfd) nennt. Beim Blick auf deren Organigramm treffen wir alte Bekannte wieder: Die Präsidentin des cfd ist Monika Stocker, deren langes, grausames Regime als Vorsteherin von Sozialdepartement und Vormundschaftsbehörde den Stadtzürcher Vätern ein trauriger Begriff ist und die bis heute nicht aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Ihr Missmanagement im Sozialdepartement ist vor wenigen Tagen sogar obergerichtlich zertifiziert worden, und für ihre systematischen Verletzung von Menschen- und Kinderrechten sollte diese Frau eigentlich im Gefängnis sitzen. Stattdessen steht sie im cfd Cécile Bühlmann vor, der ehemaligen Nationalrätin aus dem Kanton Luzern, die sich als fundamentalistische Hasspredigerin gegen Männer und Väter einen Namen gemacht hat.

Natürlich sind nicht alle Initiativbefürworter so durchtrieben wie Stocker oder Bühlmann. Viele von ihnen glauben tatsächlich, es gäbe weniger Suizide oder Akte Häuslicher Gewalt, wenn Armeewaffen nicht mehr verfügbar wären. Es ist leider eine betrübliche Tatsache das Gewalt im Allgemeinen und häusliche Gewalt im Besonderen wortwörtlich so alt sind wie die Menschheit, wie wir aus der Bibel (Gen 4,8) erfahren können: „Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: Gehen wir aufs Feld! Als sie auf dem Feld waren, griff Kain seinen Bruder Abel an und erschlug ihn.“ Und zwar ohne Armeewaffe.

Das Beispiel zeigt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn keine Armeewaffen zur Hand sein werden, treten andere Tötungsinstrumente an deren Stelle. Ein besonders grausames Beispiel dafür ist der Fall des Serben, der im Dezember seine Frau beim Zürcher Letzigrund regelrecht abgeschlachtet hat. Anstatt einzelne Instrumente verbieten zu wollen (die sich ohne weiteres ersetzen lassen), wäre es vielleicht konstruktiver, über die Ursachen von Suiziden und häuslicher Gewalt nachzudenken, und auch darüber, wie sich solche Konflikte nachhaltig und konstruktiv an der Wurzel lösen lassen.

Es gibt dafür zahlreiche positive Beispiele, die wir bei mannschafft mit Nachdruck fordern, so etwa die Einführung der Cochemer Praxis, bei der Ausgleich zwischen den scheidungswilligen Partnern im Vordergrund steht. Auch vertreten wir auf Verständigung ausgerichtete Interventionen bei Häuslicher Gewalt, wie sie erfolgreich in vielen europäischen Ländern angewendet werden. Doch die gleichen Leute, welche die Waffeninitiative mit ihrer männerhassenden Kampagne propagieren, sind genau die gleichen, welche die Gleichberechtigung von Müttern und Vätern im Scheidungsrecht aktiv verhindern (konkretes Beispiel dafür ist die SP-Bunderätin Sommaruga) oder den auf Hass und Zerstörung von Beziehungen ausgerichteten Kurs bei der Bekämpfung Häuslicher Gewalt steuern (wie etwa der SP-Regierungsrat Markus Notter). Es ist das herrschende Unrecht bei Themen wie elterlicher Sorge oder häuslicher Gewalt, das Männer ungeachtet ihres Handelns nur aufgrund des Geschlechtes diskriminiert. Und dass solche Diskriminierungen zu einem Auslöser von Gewalt werden können, muss sogar das feministisch inspirierte mannebüro zugeben.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass gerade der cfd behauptet, die Entwaffnung von Männern sei die Voraussetzung für die konstruktive Bewältigung von Familienkonflikten. Mit welcher Arroganz, Unverfrorenheit und Zynismus der cfd die Fakten verdreht, wollen wir euch nicht vorenthalten: „Aus Projekten gegen häusliche Gewalt und der geschlechtersensitiven Friedensarbeit ist bekannt: Waffengewalt und deren Androhung ist nicht die einzigen Form von Männergewalt gegen Frauen. Sie ist eng verbunden mit strukturellen Verhältnissen von Ungleichheit. Aber die Verbannung von Schusswaffen aus dem Haushalt ist ein wichtiger und pragmatischer Schritt zur Gewaltprävention. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Konflikte statt mit Gewalt konstruktiv anzugehen. Die Abwesenheit von Schusswaffen stärkt das Sicherheitsgefühl von Frauen, verbessert ihre tatsächliche Sicherheit und vergrössert ihre Chancen, Akteurinnen und nicht Opfer von Auseinandersetzungen zu sein – auch und gerade zu Hause.“

Insbesondere dem letzten Satz kann man ohne weiteres zustimmen. In der Tat können Frauen auf ein männer- und kinderfeindliches Familienrecht zählen, mit denen sie sich alle Vorteile sichern können. Leute wie Sommaruga, Stocker und Bühlmann werden dafür sorgen, dass es  auch so bleibt – wenn wir sie lassen.

Beraterausbildung

Möchten Sie Menschen in Trennung und Scheidung beraten?

Ausbildung zum Trennungsberater

angeboten von gecobi kl

organisiert von mannschafft