|
Samstag, den 16. Februar 2008 um 08:42 Uhr |
|
Der öffentliche Druck wurde zu gross: Die Organisation 'Kinderschutz Schweiz' muss den umstrittenen Elternratgeber «Körper, Liebe, Doktorspiele» zurückziehen. Begründet
wird dieser Entscheid mit der Tatsache, dass einige Formulierungen in
einem falschen und problematischen Sinn gedeutet werden können und
damit nicht mehr garantiert sei, «dass sich daraus abgeleitete Handlungen von wohlwollenden Eltern noch in einem legalen Rahmen bewegen».
Die
Einstellung der Broschüre befürwortet auch die Schweizer Bevölkerung.
Gemäss einer Meinungsumfrage der Gratiszeitung 20 Minuten fordern rund 75% der
Leserinnen und Leser deren Rückzug. Ein klares Votum! Aber auch
Leserbeiträge auf Blick Online zeigen ein deutliche Ablehnung des
Ratgebers. Ein Grossteil der Leser sieht in den Ratschlägen eine klare
Aufforderung zu pädophilen Handlungen. «Eine Gratisanleitung zum
Missbrauch des eigenen Kindes mit staatlich anerkannter
Entschuldigungsgarantie? Diese Perversion kann unmöglich gesteigert
werden», so ein Beitrag. Ein anderer: «Unglaublich, so muss
man sich nicht wundern, wenn die Hemmschwelle noch weiter sinkt und
schlussendlich Teenes schon Eltern sind!».
Eine
fortsetzende Publikation hätte den Schutz von Kindern zur Farce
erklärt. Unsittliche Berührungen gegenüber Kleinkindern hätten leicht
vor Gericht mit dieser Broschüre entschuldigt werden können. «Man hätte
lediglich die Ratschläge nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt»,
hiesse es dann seitens der Täter. «Im Zweifel könne man die dreijährige
Anna fragen» ...
|