mannschafft fordert: Gleichstellung für alle!
Freitag, den 18. Dezember 2009 um 18:08 Uhr
mannschafft setzt sich auch auf der politischen Ebene gegen die Diskriminierung von Männern und Vätern ein. Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag im Rahmen der Budgetberatungen das Globalbudget der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann (FG) um CHF 200000 auf die immer noch stolze Summe von CHF 1 Mio reduziert (Zum Vergleich: mannschafft-Budget: ca. CHF 35'000). Die FG ist auf dem männlichen Auge blind und führt einseitige, verzerrende und inhärent männerfeindliche Kampagnen. Darüber hinaus bekämpft sie mit ihren Schwestern aktiv die gemeinsame elterliche Verantwortung. Für die nächste Budgetdebatte fordert mannschafft in einem Brief an sämtliche 180 Kantonsräte die Streichung der Mittel für die FG. Stattdessen soll jegliche Form von Diskriminierung bekämpft werden nicht zuletzt jene gegen Männer und Väter.(...)
Es ist für uns nicht mehr länger tragbar, dass staatliche Mittel zur Repression gegen Väter und ihre Kinder eingesetzt werden. Wenn die Fachstelle für Gleichstellung zum Motor von Benachteiligungen wird, ist etwas faul im Staate Dänemark. Deshalb unsere Intervention. Die Zeichen stehen günstig: Bereits hat der Kantonsrat das Budget der FG um CHF 200'000 reduziert (im Gespräch war allerdings eine Kürzung von CHF 500'000). Für nächstes Jahr ist jedoch ein weiterer Schnitt durchaus im Bereich des Möglichen; dafür gilt es bereits jetzt die Basis zu legen.
Unser Brief an die Kantonsräte:
Gleichstellung für alle!
Staatliche Mittel gegen sämtliche Diskriminierungen einsetzen
Der Kantonsrat hat für 2010 eine Kürzung des Globalbudgets der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann (FG) um CHF 200000 beschlossen. Wir sind der Ansicht, dass die FG abgeschafft werden soll. Stattdessen soll der Staat seine Mittel für die Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung einsetzen ganz egal, ob sich eine Benachteiligung auf Geschlecht, Alter, Nationalität, Religion oder sexuelle Ausrichtung bezieht.
Als Männer und engagierte Väter müssen wir feststellen, dass die FG auf dem männlichen Auge blind ist; sie ist selbst eines der grössten Hindernisse hin zur rechtlichen und lebensweltlichen Gleichstellung von Vater und Mutter. So kämpft die FG gegen die gemeinsame elterliche Verantwortung als Regelfall. Dies obwohl der Europäische Gerichtshof für die Menschenrechte den von der FG begrüssten Ausschluss von Vätern von der Beziehung zu ihren Kindern seit langem verurteilt.
Mit ihrem Festhalten am Rollenbild der armen, diskriminierten, unselbständigen und deshalb hilfsbedürftigen (Haus)Frau beleidigt die FG moderne, dynamische Frauen. Und mit der Verteidigung der der Diskriminierung von Männern bestraft sie nicht nur jene Väter, die sich um ihre Kinder kümmern wollen. Sie bestraft auch jene Mütter, die der Dreifachbelastung Kind-Küche-Karriere entkommen wollen. Hauptleidtragende sind jedoch die betroffenen Kinder, die einen Elternteil verlieren. Hat dies etwas mit der Gleichstellung der Geschlechter zu tun?
Schon lange warten wir auf Initiativen in Bezug auf die Schwierigkeiten der Väter, Familie und Beruf zu vereinbaren. Oder auf die Thematisierung der Diskriminierung von Männern, beispielsweise im Bereich der Dienstpflicht, der Ungleichgewichte bei der AHV und vor allem bei den einseitigen Kampagnen gegen Häusliche Gewalt. Wir sind entschieden gegen jede Art von Gewalt egal ob ausgeführt von Männern oder Frauen, von physischer Gewalt, aber auch psychischer Gewalt an Ehepartnern, Kindern oder Betagten.
Wir brauchen im Kanton keine Institution, die mit Steuermitteln Bundesverfassung und Menschenrechte verletzt. Aber wir unterstützen jede Organisation, die sich gegen Diskriminierungen engagiert - unabhängig gegen wen sie sich richtet. Bitte stimmen Sie deshalb im nächsten Budget (2011) für eine Streichung aller Mittel zu Gunsten der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann. Und unterstützen Sie mit dem gleichen Geld Anstrengungen jener Organisationen, welche sich für die gleichen Rechte aller Menschen einsetzen.
Mit freundlichen Grüssen
Michel Craman, Präsident
Michael De Luigi, Mitglied des Vorstandes