Samstag, 31. Juli 2010
Einladung für Elternabende müssten auch an geschiedene Väter gehen PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 07. Februar 2010 um 22:04 Uhr
Die Volksschule versucht seit längerem, die Eltern als Partner bei der Ausbildung ihrer Kinder zu gewinnen. Alle Eltern? Nein. Obwohl allenthalben auf die Bedeutung einer Vaterfigur in der Kindererziehung hingewiesen wird, müssen Väter ohne Sorgerecht noch immer allzu häufig erleben, dass sie im (Schul-)leben ihrer Kinder nicht erwünscht sind. mannschafft-Vorstandsmittglied Hanspeter Küpfer wehrt sich dagegen in einem Leserbrief zu einem entsprechenden Artikel im Tages-Anzeiger vom 15.1.10.

 

"Vor dem Hintergrund der heutigen Situation reibt Mann sich die Augen, wenn die SVP Eltern unmündiger Kinder, die auffällig werden, per Gesetz rasch in die Verantwortung nehmen will. Einem Gesetz, das bekanntlich jedes Jahr Tausenden von willigen Vätern die Wahrnehmung ihrer Verantwortung ohne Zustimmung der Mutter verweigert, mindestens wenn sie geschieden sind. Und nach dem Willen des Bundesrates in Zukunft offenbar weiterhin, wenn sie nicht verheiratet sind.

Und sehr viele Väter würden sich demnach schon glücklich schätzen, wenn sie über stattfindende Elterngespräche und Elternabende der Schule mindestens informiert würden! Elterliche Sorge, finde ich, ist keine Trophäe für Mütter oder Väter, sondern Ausdruck der Verantwortung und Mitentscheidung über ihr Kind.

Könnte die Auffälligkeit von Kindern etwa mit ihrer Vaterlosigkeit im Zusammenhang stehen?

Die Nagelprobe wird mit der kommenden Parlamentsdebatte folgen, wo sich zeigen wird, welche Parteien konsequenterweise eine elterliche Sorge für alle Väter unterstützen werden."

 

Hanspeter Küpfer, Birmensdorf
mannschafft Zürich